Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Ohlendorf

Sixtus- und Sinnitius Kirche Ramelsloh

Domplatz 8
21220 Seevetal-Ramelsloh

Öffnungszeiten
April bis September/Oktober täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
Beschreibung

Der Ort Ramelsloh und die ehemalige Stiftskirche St. Sixtus und St. Sinnitius

Ramelsloh verdankt seine Entstehung einer geistlichen Stiftung. Als 845 die Wikinger Hamburg überfielen und zerstörten, floh Bischof Ansgar. Eine Frau Ikia schenkte ihm im Wald von „Hramesloa“ Land. Auf diesem Land wurden die erste Kirche und ein Männerstift errichtet. Das von Ansgar gegründete Kanonikerstift Ramelsloh gehörte zur Diözese Verden. Es gilt als eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Niedersachsen.Die ehemalige Stiftskirche St. Sixtus und St. Sinnitius auf dem „Domplatz“ in Ramelsloh ist allerdings nie Bischofskirche gewesen. Die Mitglieder des Kollegialstiftes wurden als „Domherren“ bezeichnet und sprachen von der „Domkirche“, um die Bedeutung der Kirche als Mittelpunktskirche hervorzuheben.Die „Domherren“ lebten in klosterähnlicher Gemeinschaft ohne Gelübdebindung.Herzog Ernst der Bekenner von Braunschweig-Lüneburg führte 1540 nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Reformation im Stift Ramelsloh ein.1684 gründete Stiftsprediger und Stiftssenior Balthasar Volckmann die Kirchengemeinde Ramelsloh. Seitdem ist die Stiftskirche zugleich Gemeindekirche.1863 wurde das Stift Ramelsloh aufgehoben.Ihre jetzige Gestalt erhielt die Kirche durch einen großen Umbau in den Jahren 1887 bis 1889 als neugotische Hallenkirche.  Der spätgotische mittelalterliche Chor blieb bei dem Umbau unverändert.

Im Chor zeigen Glasfenster Ansgar mit der Reliquie des heiligen Sixtus, links und rechts von Ansgar stehen die heiligen Sixtus und Sinnitius.

Im Jahre 1912 erhielt die Ramelsloher Stiftskirche eine neue Orgel, die von der Hoforgelbauwerkstatt P. Furtwängler & Hammer aus Hannover geliefert wurde und praktisch vollständig original erhalten ist.

Wegen ihrer pneumatischen Traktur, der um einen Viertelton tieferen Stimmung und den überwiegend grundtönigen warm und voll gehaltenen Stimmen eignet sie sich besonders für kleinere Werke der romantischen Orgelliteratur.









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